„Donau | Zeit | Reise“ – was uns der Fluss erzählt
… ist eine Kino-Produktion, wie es sie bisher nicht gab: Weder ein Dokumentarfilm mit einem bunten Strauß Interviews, noch eine touristische Film-Postkarte und auch kein „Häppchen-TV“.

„Donau I Zeit I Reise“ ist ein filmischer Essay, eine Collage, die viel Zeit zum Schauen und Nachdenken lässt. In zehn Jahren bereiste der Autor den Fluss von der Quelle bis weit hinter das Eiserne Tor. Vom Ufer, aus der Luft, vor allem aber vom Schiff aus ziehen Städte, Dörfer und Landschaften vorüber. Nicht im Eiltempo, sondern im gemächlichen Reise-Tempo einer „Ulmer Schachtel“. Dabei reisen wir auch durch die Zeit, mit Ausflügen in die entfernten 30er und 60er Jahre. Außerdem lernen wir drei wichtige Schriftstellerinnen kennen, die über das Leben und vor allem das Zusammenleben der Menschen an diesem großen europäischen Strom nachgedacht und geschrieben haben. Eva Demski beschreibt in „Mama Donau“ ihre sehr persönlichen Erinnerungen an den Abschnitt von den (!) Quellen bis nach Wien. Peter Esterházy philosophiert in „Donau abwärts“ über das Reisen an sich und „irrlichtert“ bisweilen rätselhaft über den Fluss. Der große Donau-Philosoph György Konrád, der sich mit seiner „Donau-Anhörung“ besonders um das Ulmer Donaufest verdient gemacht hat, liest den nationalistischen Politikern links und rechts der Donau die Leviten. Konráds Botschaft ist universell, sie gilt allen Autokraten dieser Welt. Der Donau-Anrainerstaat Ukraine hat unter einem Despoten besonders zu leiden.

Aber was wäre die Donau ohne Musik? Händel, Strauss, Gypsy Swing, Weltmusik von Garcia Fons …- Das Fließen der Donau wird erst durch die Musik zu einem audiovisuellen Erlebnis der besonderen Art. Doch über dem Filmgenuss der „Donau I Zeit I Reise“ steht Konráds humanistische Botschaft:

„Wer den Fluss achtet, der achtet auch auf seinen Nächsten.“

DONAU | ZEIT | REISE – was uns der Fluss erzählt
Premiere: Sonntag, 05. 06. 11:00 Uhr im Mephisto-Kino Ulm
Weitere Vorstellungen an den Sonntagen: 12., 19. und 26. Juni, jeweils um 11:00 Uhr im Mephisto
Karten-Bestellungen ab dem 20. 05. unter: www.arthauskinos-ulm.de

 

 

In Vorbereitung

„Ulm nach 1945“ fasst erstmalig die erhaltenen Filmdokumente des Zeitraumes 1945 bis ca 1956 zusammen. Vom ersten Wochenschaubericht der Amerikaner, gedreht im August 45, der die völlig zerstörte Ulmer Innenstadt zeigt, bis hin zu privaten 8mm Aufnahmen, die das gesellige Leben der Menschen in den 50er Jahren dokumentieren. Von der „Ulmer Filmchronik“, die Hans Rees mit Hilfe des Zeitungsverlegers Kurt Fried in die Kinos brachte, bis hin zum 16mm Filmporträt der Stadt aus dem Jahre 1956, das mit einem ausgelassenen Schwörmontag in der Friedrichsau endet. Zahlreiche Filmdokumente haben sich im Ulmer Stadtarchiv erhalten und wurden um interessantes Filmmaterial von Firmen und Privatpersonen ergänzt. Seit Beginn des Langzeitprojektes „Historische Ulm-Filme“ hat Autor Günter Merkle viele Filmstreifen aufgespürt und für die Nachwelt in HD-Qualität gesichert. Diese Zusammenstellung wird kommentiert und mit passender Musik und mit Geräuschen untermalt, sofern keine Original-Vertonung vorhanden war. „Ulm nach 1945“ zeigt den Wiederaufbau der alten Stadt sowie den beginnenden bescheidenen Wohlstand in dieser schwierigen Zeit. In Verbindung mit vorhandenen Zeitzeugenberichten, Büchern und Bildbänden über die Nachkriegszeit entsteht ein bewegter Eindruck, wie das schwer geschundene Ulm unter dem Oberbürgermeister Theodor Pfitzer den demokratischen Neubeginn in Angriff nahm und nach und nach wieder aufblühte.

SWR Interview

Der SWR berichtet über die ulmfilmtage und hat dafür Günter Merkle interviewt.



Mehr dazu beim SWR

Partner

Die ulmfilmtage finden in Verbindung mit unseren Partnern statt:

protel Film und Medien GmbH

Dietrich-Theater

Stadtarchiv Ulm

film commission Ulm

 

Radioreportage

SWR4 Radioreportage zu den Ulmfilmtagen 2014