Jetzt online reservieren!Freitag, 04. Januar 2019 um 11:00 Uhr
Sonntag, 06. Januar 2019 um 14:00 Uhr

Von Sibylle Tiedemann und Ute Badura, Deutschland 1998

16 mm, s/w und Farbe, 90 Min.

Kinderland ist abgebranntZwölf Frauen erinnern sich Ende der Neunzigerjahre an ihre Kindheit und gemeinsame Schulzeit in Ulm in den Dreißiger Jahren. Bevor die Nazis im Jahr 1933 zur Macht kamen, spielte es keine Rolle, wer jüdischen oder christlichen Glaubens war und welche politische Richtung die Eltern vertraten. Das änderte sich danach gründlich. Die meisten christlichen Mädchen wurden aufgesogen von der Hitlerjugend, die mit Uniformen, Aufmärschen, Liedern, Fahrten, Diensteinsätzen den Alltag und bald auch die Herzen besetzte. Die jüdischen Mitschülerinnen wurden zu Fremden, zu "Feinden der Volksgemeinschaft". Sechzig Jahre später erinnern sie sich, die christlichen und die jüdischen Schülerinnen von damals, wobei letztere nicht mehr in Ulm, sondern in Israel oder den USA leben. Der Film bekam das Prädikat "besonders wertvoll" und nebst anderen Preisen den Deutschen Filmpreis 1998. Er ist auf internationalen Festivals und in vielen Goethe-Instituten im Ausland gezeigt worden.

Die Berliner Filmemacherin Sibylle Tiedemann, 1951 in Neu-Ulm geboren und dort bis zum Abitur 1972 zur Schule gegangen, 1998 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, hat vier wichtige Dokumentarfilme in der Region zur Periode des Nationalsozialismus gedreht.

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SWR4 Radioreportage zu den Ulmfilmtagen 2014